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VIRTUAL VEHICLE koordiniert Shift2Rail-Konsortium

Foto (v.l.n.r.): Die Podiumssprecher der Pressekonferenz: J. Bernasch (Geschäftsführer VIRTUAL VEHICLE), A. Reichhardt (Sektionschef BMVIT), Ch. Buchmann (Steirischer Wirtschaftslandesrat), K. Pseiner (Geschäftsführer FFG), Th. Starzer (Geschäftsführer voestalpine Forschungsservicegesellschaft), J. Affenzeller (Direktor für Forschungskoordination AVL)

Die Attraktivität des Schienenverkehrs soll deutlich erhöht werden: Das ist das Ziel von Shift2Rail, einer 920 Mio. Euro schweren Public-Private-Partnership zwischen der Europäischen Union und dem Eisenbahnsektor. Das VVAC+ („Virtual Vehicle Austria Consortium+“) ist eines von nur 19 europäischen Konsortien und Partnern, die den Zuschlag zur Teilnahme an Shift2Rail erhalten haben. Das Konsortium ist in den nächsten sechs Jahren mit einem Budget von 21 Mio. Euro beteiligt, besteht aus 13 Partnern und wird von VIRTUAL VEHICLE geleitet.

Vier österreichische Marktführer der internationalen Bahn-Branche, der größte Frachtwaggonhersteller Europas sowie acht weitere Top-Player aus Industrie und Wissenschaft haben sich zum VVAC+ („Virtual Vehicle Austria Consortium+“) zusammengeschlossen. Ende 2015 erhielt das Konsortium den Zuschlag zur Teilnahme an der europaweiten Forschungsinitiative „Shift2Rail“ in der Höhe von knapp 21 Mio. Euro.

Bei einer Pressekonferenz am 14. März 2016 am VIRTUAL VEHICLE waren sich Vertreter aus Politik und Industrie einig: Die Teilnahme an Shift2Rail ist ein großer Erfolg und wird langfristige Vorteile für den Standort bringen. „Es freut mich sehr, dass das VVAC+ beim größten europäischen Eisenbahntechnologieprogramm Shift2Rail dabei ist. Das ist für den Standort Österreich sehr wichtig. Wir sind ein Bahnland und haben eine starke und innovative Bahnindustrie. Durch neue Technologien stellen wir die Weichen für weiteres Wachstum und umweltfreundlichen Verkehr.“, so Verkehrsminister Klug.

Neue Lösungen für Infrastruktur und Güterverkehr

Die VVAC+-Partner verfügen über tiefgehende Expertise in sehr unterschiedlichen Bereichen und sind im Stande, nicht nur Teillösungen sondern Innovationen für das „Gesamtsystem Bahn“ zu entwickeln. „Im VVAC+ forschen wir zum Beispiel an einer ‚wartungsfreien Weiche‘. Durch neue Materialien, innovatives Formdesign und die Berücksichtigung der Wechselwirkung zwischen Fahrzeug und Weiche, werden Weichen witterungsbeständiger und langlebiger – das spart natürlich Kosten!“, erklärt Dr. Martin Rosenberger, Koordinator des VVAC+ und Leiter des Bereichs „Rail Systems Research“ am VIRTUAL VEHICLE.

Ein konkretes Entwicklungsziel ist auch das Gewicht von 5-L-Güterwagen zur optimalen Kapazitätsnutzung zu reduzieren - damit wird eine um 10 % höhere Nutzlast möglich. Gleichzeitig soll an neuen Brems- und Gleitschutzkonzepten geforscht werden, damit Waggons schwerer beladen und somit kostengünstiger eingesetzt werden können. Auch die Reisequalität für Passagiere soll erhöht werden – das VVAC+ beschäftigt sich mit besseren Gleisgeometrien, reduzierten Fahrgeräuschen und reduzierten Betriebsstörungen.

Weltmarktreife für Technologien made in Austria

Durch die Teilnahme an Shift2Rail werden Frontrunner-Produkte aus Österreich für den weltweiten Export vorbereitet. Innovative Hochleistungsschienen, mechatronische Weichen und intelligente Fahrwerke aus Österreich werden für riesige europäische Bahnprojekte eingesetzt, in denen auch heimische Technologien, wie zum Beispiel ein autonomer „Waggon Tracker“ zur Güterwagenüberwachung, zum Einsatz kommen.

Landesrat Buchmann ist erfreut über das große Engagement von VIRTUAL VEHICLE und die starke Vertretung der Steiermark in der europäischen Forschungsinitiative: „Durch unsere führende Rolle in Shift2Rail können wir die Position unserer Unternehmen im globalen Wettbewerb langfristig festigen. Dadurch können bestehende Arbeitsplätze gesichert und vielleicht auch neue geschaffen werden.“

Derzeit werden erste konkrete Projekte innerhalb Shift2Rail definiert, die ab Herbst 2016 starten werden.

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Foto (v.l.n.r.): Die Podiumssprecher der Pressekonferenz: J. Bernasch (Geschäftsführer VIRTUAL VEHICLE), A. Reichhardt (Sektionschef BMVIT), Ch. Buchmann (Steirischer Wirtschaftslandesrat), K. Pseiner (Geschäftsführer FFG), Th. Starzer (Geschäftsführer voestalpine Forschungsservicegesellschaft), J. Affenzeller (Direktor für Forschungskoordination AVL)