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Smart Mobility aus Graz: Vernetztes und automatisiertes Fahren mit grünem Herzen

Smart Mobility aus Graz: Vernetztes und automatisiertes Fahren mit grünem Herzen, 23.05.2016  -  Die Entwicklung in der Automobilindustrie geht mit riesigen Schritten in Richtung Vernetzung und Automatisierung: das Auto soll uns sicher, entspannt und effizient zu unserem Zielort bringen. Um dies zu erreichen, entwickelt das VIRTUAL VEHICLE eine Reihe innovativer Technologien wie beispielsweise einen „virtuellen Führerschein“ für den automatisierten Chauffeur oder eine garantiert grüne Ampel-Welle. Anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Forschungszentrums präsentierte Geschäftsführer Dr. Jost Bernasch auch den VIRTUAL VEHICLE Fahrzeug-Demonstrator für automatisiertes Fahren. V.l.n.r.: Univ.-Prof. Harald Kainz (Rektor, TU Graz), Dr. Jost Bernasch (Geschäftsführer, VIRTUAL VEHICLE), Prof. Dr. Hermann Steffan (Wissenschaftlicher Leiter, VIRTUAL VEHICLE), Dr. Christian Buchmann (Steirischer Wirtschaftslandesrat), DI Stefan Rohringer (Leiter Development Center Graz, Infineon Technologies AG).

Die Entwicklung in der Automobilindustrie geht mit riesigen Schritten in Richtung Vernetzung und Automatisierung: das Auto soll uns sicher, entspannt und effizient zu unserem Zielort bringen. Im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz präsentierte VIRTUAL VEHICLE eine Reihe innovativer Technologien wie beispielsweise einen „virtuellen Führerschein“ für den automatisierten Chauffeur oder eine garantiert grüne Ampel-Welle. Gemeinsam mit lokalen und internationalen Forschungspartnern arbeitet das VIRTUAL VEHICLE daran, dass das hoch-automatisierte Fahrzeug auf die Straße kommt.

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt vernetzte, kooperative und automatisierte Fahrzeugtechnologien zu stärken und zu forcieren, um eine hohe lokale Wertschöpfung zu erzielen. Auch in Österreich wurde zu diesen Themen eine Forschungs-Roadmap erarbeitet, die von Dr. Michael Paulweber (AVL) in einem einleitenden Vortrag präsentiert wurde. Sie soll dazu beitragen, dass die österreichische Erfolgsgeschichte der Industrie und Forschungslandschaft als Partner der weltweiten Automobilindustrie auch weiter fortgesetzt wird und gezielt Lösungen für vernetztes und automatisiertes Fahren entwickelt werden.
Was den steirischen Technologieunternehmen nun noch fehlt, ist eine Testregion für autonomes Fahren vor der Haustür. Dr. Christian Buchmann, steirischer Landesrat für Wirtschaft, sieht im automatisierten Fahren große Wachstumschancen für die Steiermark und verwies auf die sehr hohe F&E-Quote des Landes, die technologisch starken Unternehmen sowie das VIRTUAL VEHICLE. Man will sich gezielt als Testregion positionieren.
TU Graz Rektor Harald Kainz betonte als Aufsichtsratsvorsitzender sowie Vorsitzender der Generalversammlung die hohe Relevanz der Forschungsthemen des VIRTUAL VEHICLE sowie dessen Rolle als erstklassiges, für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich bedeutsames und mit Stolz zu betrachtendes Flaggschiff unter den heimischen Kompetenzzentren.
Als Vertreter der Industriepartner des VIRTUAL VEHICLE war DI Stefan Rohringer, Leiter Development Center Graz, Infineon Technologies AG, am Podium zu Gast. Er unterstrich die höchst erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Infineon und dem VIRTUAL VEHICLE im Rahmen mehrerer EU-Projekte wie EMC2, Iosense,  AURIX oder TOF als Beispiel für Fragestellungen aus dem Autonomen Fahren.
Hermann Steffan, wissenschaftlicher Leiter des VIRTUAL VEHICLE und Geschäftsführer Jost Bernasch präsentierten die aktuellen Forschungsthemen im Bereich des hoch-automatisierten Fahrens sowie die zukünftige strategische Ausrichtung des Forschungszentrums:

  • Safe & Secure Mobility mit den Themen Integrierte Sicherheit, Automatisiertes Fahren sowie Konnektivität und Kooperation;
  • Comfortable Mobility mit Schwerpunkt auf Geräusch, Vibration und Lärm (NVH), thermischen Komfort sowie Fahrerassistenzsystemen;
  • Green Mobility mit gesamtheitlichem Energiemanagement, elektrifiziertem Antriebsstrang und Energiespeichern (Batterie);
  • Efficient Development & Production mit Blick auf das Gesamtsystem Fahrzeug sowie die Integration aller technischen Disziplinen, Konsistenz und Nachvollziehbarkeit in der Entwicklung sowie der Menschmodellierung und dem Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI):
  • Rail Systems baut auf der erfolgreichen Arbeit im Bereich Schiene auf und entwickelt Lösungen für sichere, umweltfreundliche und kosteneffiziente Schienenfahrzeuge, nachhaltige und zuverlässige Infrastruktur und untersucht die Interaktion von Fahrzeug, Fahrweg und Infrastruktur in einem gesamtheitlichen, systematischen Ansatz.

Mit Blick auf die anstehende Bewerbung für eine neuerliche Förderperiode unter dem COMET K2-Exzellenzprogramm hat sich das VIRTUAL VEHICLE strategisch hervorragend positioniert. Die breite Zustimmung der Partner aus Wissenschaft und Industrie zeigt, dass das Exzellenzzentrum weiterhin auf einem guten Weg ist.
Das Forschungszentrum im Überblick

  •  Mitarbeiter: 204 (2016, aktuell)
  •  Betriebsleistung 2015: 20,3 Mio. Euro
  • Auftragsbestand: 21 Mio. Euro (2016, aktuell)
  • Optionen auf Projekte:
  • (I)     EUR 28 Mio. (2016, aktuell)
  • (II)    EUR 76 Mio. (inkl. K2 Folgeantrag 48 Mio.)
  • Volumen geförderter Non-K-Projekte: Erneute Steigerung um ~30% zum Vorjahr

Weitere Informationen: Presseinformation