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SemI40 stärkt Europas Wirtschaft durch die „lernende Fabrik“

Das VIRTUAL VEHICLE Research Center ist Partner im Forschungsprojekt SemI40. Darin forschen 37 Partner aus fünf Ländern an der Weiterentwicklung selbststeuernder Fabriken. Das gemeinsame Ziel ist der nächste Entwicklungsschritt von Industrie-4.0-Anwendungen. Mit einem Volumen von 62 Millionen Euro gehört das Forschungsprojekt zu den größten Industrie-4.0-Projekten in Europa.

Das von Infineon Technologies Austria AG koordinierte Projekt SemI40 („Power Semiconductor and Electronics Manufacturing 4.0“) wird sich in den nächsten drei Jahren auf die Themenfelder „intelligente Produktion“ und „cyber-physikalische Produktionssysteme“ konzentrieren. Eine zentrale Rolle nimmt dabei der sichere Datenverkehr innerhalb und außerhalb von Fabriken ein: Hier werden Prozesse entwickelt, die eine sichere Kommunikation von weltweit vernetzten Anlagen mit unterschiedlichen Merkmalen gewährleisten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung dynamischer  Simulationen. Sie ermöglichen es, die Fertigung exakter und effizienter zu planen sowie Qualität, Auslastung und Durchlaufzeit zu verbessern.

Gesellschaftliche Auswirkungen auf die Arbeitsplätze der Zukunft

Entscheidungen im Produktionsablauf sind oft Routineentscheidungen und verlaufen nach definierten Mustern. Diese Entscheidungen sollen die Anlagen in Zukunft zunehmend selbst treffen – automatisiert und bei konstanter Qualität. Damit soll der Mensch entlastet und frei für komplexere Aufgaben werden.
SemI40 erforscht daher auch die sozialen Auswirkungen von Informations- und Kommunikationstechnologie in Produktionsunternehmen: Durch Industrie 4.0 verändern sich Arbeitsfunktionen und Qualifikationen der Beschäftigten auf lange Sicht. Sie sind verstärkt mit systemorientiertem Arbeiten verbunden, was Ausbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen erfordert. SemI40 wird dazu beitragen, mehr als 20.000 Arbeitsplätze in den beteiligten Betrieben zu sichern.

VIRTUAL VEHICLE: Use Cases, Wissenstransfer, Impact-Evaluierung und mehr

Die Experten im Bereich „Information & Process Management“ des VIRTUAL VEHICLE unterstützen das Projekt in vielerlei Hinsicht:

  • Leitung des Arbeitspakets „Use Cases, Technical & Socio-Economic Impact“:
    VIRTUAL VEHICLE stellt den Wissenstransfer im Projekt sicher und ist für die Erhebung der Use Cases aller Industriepartner auf globaler Ebene zuständig.
  • Evaluierung des Impacts des Projekts:
    Verantwortung für die Evaluierung des Projekterfolgs auf einer technischen, betriebswirtschaftlichen und gesellschaftliche Ebene

  • Leitung des Tasks „Domain Specific Challenges“ im Arbeitspaket Machine Learning and Automated Decision Making:
    Im Vordergrund steht die Erhebung von Anforderungen und Beschreibung der Use Cases von Industriepartnern auf einer detaillierten technischen Basis.
  • Qualitätsbewertung in der Motorenproduktion:
    Gemeinsam mit der AVL List GmbH und dem Grazer Know-Center wird an der Analyse und Identifikation relevanter Korrelationen aus Produktionsprozessdaten mit Qualitätsdaten am End-of-Line-Prüfstand geforscht.


Das dreijährige Projekt wird von Infineon Technologies Austria AG geleitet und startete im Mai 2016. Das Projektkonsortium vereint 37 Partnerfirmen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal.

Mehr Infos auf der Projektwebsite.