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Smart Wireless Solutions: EU-Projekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

Die Ergebnisse von DEWI wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation. (c) VIRTUAL VEHICLE

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden Ende April in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

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Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil unseres Lebens sein: Drahtlose Systeme, die in Gebäude, Maschinen, Autos, Eisenbahnen und Flugzeuge eingebettet sind, verändern und verbessern maßgeblich unseren Alltag.

DEWI: Zuverlässige eingebettete drahtlose Infrastruktur

Die Grundidee von DEWI ist es, ein zuverlässiges, intelligentes und vernetztes Umfeld als Unterstützung für den Menschen zu schaffen, sei es im privaten oder beruflichen Alltag. Unsere Welt ist mit Sensoren, Aktuatoren, Bedienelementen, Displays und computerbasierten Elementen ausgestattet. All diese Elemente sind in ihrer Funktion eng miteinander verknüpft und in ganz gewöhnliche Alltagsobjekte integriert. Viele zurzeit existierende drahtlose Lösungen sind jedoch noch nicht soweit ausgereift, dass sie drahtgebundene Lösungen am Markt ersetzen könnten. Deshalb fokussiert sich DEWI maßgeblich auf Industrie- und Nutzerbedürfnisse.

Mehr als 500 Forscherinnen und Forscher entwickelten in den vergangenen 36 Monaten drahtlose Sensornetzwerke und Applikationen für den professionellen und privaten Nutzer. Im Rahmen der Projektabschlusskonferenz und eines Tags der Offenen Tür stellten die Forschungspartner nun in Graz Innovationen und konkrete Anwendungen aus mehr als 20 industrie-getriebenen Anwendungsfällen in den Bereichen Automotive, Eisenbahn, Luftfahrt und Gebäudetechnologie/Infrastruktur vor.

Überzeugende Projektergebnisse

DEWI ist das bis jetzt größte EU-Projekt in der Geschichte des VIRTUAL VEHICLE. Als Gesamtkoordinator des 40 Mio.-Euro großen Projektes ist das Forschungszentrum der zentrale Knotenpunkt eines internationalen Netzwerkes bestehend aus 58 Industrie- und Forschungspartnern.

„Die vorliegenden Projektergebnisse haben unsere hohen Erwartungen weit übertroffen. Wir konnten die großen Vorteile intelligenter drahtloser Systeme anhand einer Vielzahl konkreter Demonstratoren zeigen: Geringeres Gewicht, einfache und kostengünstige System-Updates, erhöhte Flexibilität und Re-Konfigurierbarkeit oder reduzierte Installationskosten sind nur ein paar Beispiele dafür. In allen Anwendungen konnten wir zudem eine wesentlich höhere Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit realisieren, was ein Schlüssel für die Akzeptanz drahtloser Systeme am Markt ist.“, so Dr. Werner Rom, DEWI Projektkoordinator am VIRTUAL VEHICLE Research Center.

Trotz des erfolgreichen Projektabschlusses von DEWI gibt es dennoch viel zu tun: Das bald startende, ebenfalls vom VIRTUAL VEHICLE geleitete Folgeprojekt SCOTT fokussiert insbesondere auf Cyber-Security, Datenschutz und gesteigertes Vertrauen in Drahtlos-Lösungen, um die „Last mile to the market“ zu überwinden und eine breite Anwendung sicherzustellen.