Virtual Vehicle
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Mensch-Maschine-Beziehung – Projektstart am VIRTUAL VEHICLE

(c) PROFACTOR

 

Im Dezember erhielt VIRTUAL VEHICLE gemeinsam mit einem österreichischen Industriekonsortium den Zuschlag für das nationale Leitprojekt „MMAssist II“ im Rahmen der FFG-Initiative „Produktion der Zukunft“.  Im Projekt  werden Assistenzfunktionen entwickelt, die Produktionsmaschinen kognitive Eigenschaften verleihen. Fabriken sollen damit flexibler für individualisierte Produkte werden und die MitarbeiterInnen im Werk entlasten sowie deren Arbeitszufriedenheit erhöhen.

Experten sind sich einig: Die Produkte der Zukunft werden immer funktioneller und individueller. Europa wird als Industriestandort nur dann reüssieren, wenn individualisierte Produkte zu marktfähigen Preisen erzeugt werden können. Die große Vision lautet, Produkte in Losgröße 1 zum Preis eines Massenartikels zu produzieren. Genau hier wollen die Partnerunternehmen im neuen Leitprojekt der FFG-Initiative „Produktion der Zukunft“ unterstützen.

Assistenzsysteme mit kognitiven Eigenschaften

Im Projekt „MMAssist II“ stellt VIRTUAL VEHICLE gemeinsam mit 24 Partnerunternehmen die Synergie von Mensch und Maschine in den Mittelpunkt. Mit sogenannten Assistenzsystemen sollen Produktionsmaschinen kognitive Eigenschaften erlangen und den Menschen entlasten. Zum Beispiel sollen in Zukunft komplexe Anleitungssysteme für den Zusammenbau von bestimmten Bauteilen dem Werker durch eine automatische und digitale Anzeige zur Verfügung gestellt werden. Dies spart – vor allem in Hinblick der immer kleiner werdenden Losgrößen – viel Zeit und Aufwand, denn heutzutage werden Anleitungen meist in Papierform, irgendwo im Werk archiviert und sind für den Arbeiter nur sehr umständlich zugänglich.

Gewährleistung der Arbeitszufriedenheit

VIRTUAL VEHICLE spielt im Projekt eine wesentliche Rolle in der Beobachtung und Gewährleistung der Arbeiterzufriedenheit, die durch die Einführung von Assistenzsystemen positiv beeinflusst werden soll: Da in hoch-individualisierten Produktionsprozessen die aktive Motivation und Problemlösungsfähigkeiten der Werker immer wichtiger werden, sollen Assistenzsysteme die Selbstbestimmung und die Eingebundenheit der Arbeiter positiv unterstützen. Zu diesem Zweck entwickelt VIRTUAL VEHICLE ein Analysemodell, das den Einfluss von Assistenzsystemen auf die Arbeitszufriedenheit erhebt. Daraus werden Interventionsmethoden abgeleitet, um die Arbeitszufriedenheit gegebenenfalls zu erhöhen.