Virtual Vehicle
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IMPROVE! Reichweiten-optimierte E-Kleintransporter für kommerzielle Anwendungen

Minimierter Energieverbrauch, geringe Produktions- und Betriebskosten bei gleichbleibendem Komfort, Unterstützung von Flottenmanagern in kommerziellen Fuhrparks: Diese Schlüsselfaktoren für eine höhere Akzeptanz von Elektrotransportern motivierten im Jahr 2013 ein internationales Konsortium aus Industrie- und Forschungspartnern, das EU-Projekt „IMPROVE“ ins Leben zu rufen. Nach dreijähriger Laufzeit wurde das Projekt unter der Koordination von VIRTUAL VEHICLE nun erfolgreich abgeschossen.

Zehn internationale Partner aus Industrie und Forschung, die die gesamte Zulieferkette abdecken, sowie ein Fahrzeughersteller verfolgten im Projekt „IMPROVE“ ein gemeinsames Ziel: Die Effizienz und die Reichweitenvorhersagbarkeit von elektrischen angetriebenen Kleintransportern soll durch Einbeziehung von Cloud-Daten optimiert werden. Das dreijährige Projekt startete im Juli 2013, wurde vom 7. Rahmenprogramm der EU gefördert und verlief äußerst erfolgreich.

Neben der Koordination des gesamten Konsortiums konzentrierte sich das  VIRTUAL VEHICLE auf Forschungsarbeiten in den Bereichen Energie- und Signalverteilung, Funcional Safety, Co-Simulation und Vehicle Network/CAN-Kommunikation.

Reduzierter Energiebedarf – weniger Kosten

Im Projekt IMPROVE wurde darauf geachtet, dass große Teile des Fahrzeuges sowohl für traditionelle Verbrennungskraftmaschinenkonzepte als auch für elektrifizierte Antriebsstränge verwendet werden können, um somit die gesamten Fertigungskosten zu reduzieren.

Ein weiteres Projektergebnis war die Entwicklung von neuen Optimierungsmethoden für ein verbessertes Energiemanagement. Diese sorgen durch die Verwendung externer Information über eine Datencloud (z.B. Wetter, Verkehr oder Straßenverhältnisse) für maximale Reichweite, da sie eine vorausschauende Planung der Energieflüsse im Fahrzeug ermöglichen.

Vernetzung und verbesserte Rechenmodelle  –  zuverlässige Reichweiten-Vorhersagbarkeit

Die Verwendung von externen Informationen ist auch der Schlüssel für eine verbesserte Reichweiten-Vorhersagbarkeit – ein Aspekt, der für den Fuhrparkmanager bei der Routenplanung sowie bei der Auswahl der Fahrzeuge und Fahrer von großer Relevanz ist.

Da das Fahrverhalten einzelner Fahrer sich entscheidend auf die Reichweite und deren Vorhersagbarkeit niederschlägt, beschäftigte sich das IMPROVE-Konsortium auch mit der intuitiven Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrzeug. Das Training der Fahrer für Energie-optimales Fahrverhalten erfolgt implizit über sogenannte „gamification features“, also anonymisierte, spielbasierte Anreizsysteme, die ebenfalls im Zuge des Projekts entwickelt wurden.

Teilnahme im europäischen Projektcluster

IMPROVE stellt damit alle Elemente zur Verfügung, um kommerzielle elektrisch betriebenen Kleintransporter attraktiv, zuverlässig und kostengünstig zu machen. Um die Ergebnisse aus dem Projekt zu teilen und auch neueste Forschungserkenntnisse aus anderen Projekten einfließen zu lassen, schloss sich IMPROVE  dem Projektcluster „4th Generation Electric Vehicles“ an – einem Zusammenschluss aus den europäischen Forschungsprojekten iCOMPOSEINCOBAT, eDAS und Batteries2020. Nähere Infos zum Projektcluster hier.