Virtual Vehicle
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Projektabschluss: Neue Prognosemodelle für Verschleiß und Rollkontaktermüdung

Zum Projektabschluss trafen sich die Projektpartner am VIRTUAL VEHICLE in Graz.

Die laufende Instandhaltung von Gleisen und Schienenfahrzeugen spielt eine große Rolle, um die Verfügbarkeit des Schienenverkehrs zu gewährleisten. Für die Planung dieser Instandhaltungsmaßnahmen ist es notwendig, die Schäden, die durch Verschleiß und Rollkontaktermüdung entstehen, so sicher wie möglich vorherzusehen. Neue Modelle die genau dies ermöglichen, wurden im Rahmen eines Forschungsprojekts am VIRTUAL VEHICLE entwickelt.

Während des Überrollens des Rades auf der Schiene treten hohe Kontaktkräfte auf. Die Kontaktfläche von Eisenbahnrad und Schiene hat nur die Größe einer 1-Euro Münze, die auf diese kleine Fläche wirkende Kraft ist aber bis zu 10 Tonnen groß. Diese hohen Belastungen führen sowohl auf der Rad-, als auch auf der Schienenseite zu Verschleiß und Rollkontaktermüdung (Rolling Contact Fatigue – RCF) und verursachen hohe Instandhaltungskosten. Um Schienenfahrzeuge und Instandhaltungsstrategien in Zukunft zu optimieren, ist es notwendig, Verschleiß und RCF verlässlich vorauszusehen. Im Rahmen eines im Juli 2015 abgeschlossenen Forschungsprojekts am VIRTUAL VEHICLE wurden neue Prognosemodelle entwickelt, die dies ermöglichen.

Das Projekt wurde im Rahmen des K2-COMET-Programms gefördert und hatte eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren. Fünf Industriepartner (Deutsche Bahn Systemtechnik, Schweizer Bundesbahnen, Siemens AG Österreich, voestalpine Schienen GmbH, Wiener Linien) sowie drei Partner aus der Wissenschaft (TU Graz, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Materials Center Leoben) waren daran beteiligt.